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Mi, 20. August 2008
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DER GROSSE BRUDER
2000 - 2008
09.10.2007
SPD stimmt biometrischen Daten auf Personalausweisen zu
Berlin* Die Bundestagsfraktion der SPD gibt ihre Widerstände gegen die Speicherung von Fingerabdrücken auf Personalausweisen ab 2009 auf. Diese dürften allerdings nur auf den Ausweisen selbst, nicht jedoch in Datenbanken gespeichert werden.
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Der elektronische Personalausweis soll analog zum Reisepass mit biometrischen Daten ausgestattet werden, die auf einem RFID-Chip auf dem Ausweis gespeichert werden sollen. Wenn dabei auf eine Speicherung der Daten in Datenbanken in den Meldeämtern verzichtet wird, wäre die SPD bereit, ihre Einwände gegen die Aufnahme von biometrischen Daten fallen zu lassen.

Die Unionsfraktion wäre mit dieser Regelung einverstanden. Die Opposition kritisiert dies. Die deutschen Ausweisdokumente seien bereits die fälschungssichersten der Welt, so der Innenexperte der Linken, Jan Korte. Deshalb sei diese Maßnahme nicht notwendig. "Bisher war es immer so, dass Daten, die einmal vorhanden sind, Begehrlichkeiten wecken und dann auch genutzt werden.", so Korte weiter. Ebenso lehnt die FDP nach Aussage des Abgeordneten Karl Addicks die biometrischen Merkmale im Personalausweis ab.

Jeder Bundesbürger ist verpflichtet, einen Personalausweis oder Reisepass zu besitzen, jedoch wird dieser nicht ungültig, falls der eingearbeitete RFID-Chip zerstört ist. Gerade die Auslesbarkeit der Chips aus der Ferne war ein wesentlicher Kritikpunkt an der Technik, mittlerweile wurde bekannt, dass der BKA-Chef Ziercke seinen Reisepass in Alufolie einpackt.

Geplant ist die Speicherung der Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger auf dem scheckkartengroßen neuen Auweis, der ab Anfang 2009 eingeführt werden soll, wie es auch schon ab November diesen Jahres für den Reisepass verpflichtend sein wird. Falls die Qualität der Fingerabdrücke nicht gut genug ist, werden andere Finger abgenommen, in Studien wurde allerdings gezeigt, dass bei bis zu 10% der Bevölkerung kein Finger eine ausreichend ausgeprägten Abdrücke für die Lesegeräte hinterlassen, d. h. die Rillen sind nicht tief genug. Dies tritt gehäuft bei Jugendlichen und Senioren auf, auch Hautkrankheiten sind mögliche Auslöser. In diesen Fällen soll auch auf die Aufnahme der Daten verzichtet werden können. Die Rillentiefe kann auch durch - nach Aussage des CCC-Mitglieds Starbug - schmerzhafte mechanische Maßnahmen oder ätzende Substanzen, Sekundenkleber etc. verringert werden.

-- Thomas Mayer --

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Berlin * Die Bundesregierung hat am 23. Juli den neuen, biometrischen Personalausweis in Scheckkartenform für 2010 beschlossen. Auf Wunsch werden Fingerabdrücke aufgenommen; und der Ausweis kann zudem als digitaler Identitätsnachweis (eID) verwendet werden. [27.07.2008]
München * Nach Recherchen des TV-Magazins Report München waren die Daten zahlreicher Meldeämter über drei Monate lang frei im Web verfügbar. Grund: Die entsprechenden Vorgabe-Paßwörter waren nicht geändert worden und auf einer Webseite für jeden einsehbar. [24.06.2008]
Berlin * Wie die neue Osnabrücker Zeitung berichtet, werden digitale Fingerabdrücke für den neuen Personalausweis nicht verpflichtend. Jeder werde selbst entscheiden können, ob er diese in den ab 2009 geplanten Personalausweis aufnehmen läßt oder nicht. [13.06.2008]

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Peter Ulber am 04.06.2006
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Christian Gresser am 31.10.2004
Ein Problem von Wahlmaschinen ist, daß die verwendete Technik für den normalen Wähler nicht mehr durchschaubar ist. Ist die am Bildschirm angezeigt Wahl auch die, die von der Maschine abgespeichert wird?
Peter Ulber, Thomas Mayer und Stefan Strauss am 06.02.2004
Mit dem Konzept der Bürgerkarte möchte Österreich das E-Government weiter voranbringen. Die Bürgerkarte soll als amtliches Ausweisdokument für das elektronische Verwaltungsverfahren dienen. Am bekanntesten ist die Variante der Chipkarte.

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