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Mi, 20. August 2008
DER GROSSE BRUDER
2000 - 2008 |
27.05.2008
Ärger mit Deep-Packet-Inspection
New Heaven
Scott McCollough, Rechtsberater beim texanischen Internetprovider Data Foundry warnte auf der letztwöchigen CFP-Konferenz (Computers, Freedom, and Privacy) in New Haven vor den Folgen der sogenenannten Deep-Packet-Inspection für den Datenschutz.
Zahlreiche Internetexperten kritisierten auf der Insbesondere große Internetzugangsprovider setzen DPI ein und können so die kompletten Kommunikationsinhalte einsehen - und dies meist ohne Information der Kunden. McCollough warnt deshalb vor der vollständigen Aufgabe der Privatssphäre der Kunden. Wie MIT-Professor David Reed auf der CFP-Konferenz erklärte, sei DPI vor fünf Jahren noch gar nicht vorstellbar gewesen. Jetzt können DPI-Systeme den Datenverkehr von 50.000 Nutzern gleichzeitig in Echtzeit analysieren. Die gesammelten Informationen werden gegenwärtig insbesondere für personalisierte Werbung verwendet.
Bekannte DPI-Anbieter sind Front Porch, sowie Neben dem Ausspionieren der Nutzer, rück der Fall von Bell das Problem der Netzneutralität in den Blickwinkel. David Clark, einer der Mitentwickler des Internetprotokolls TCP/IP, übte auf der CFP-Konferenz scharfe Kritik an solchen Praktiken der Verkehrssteuerung. Ob und in welchem Umfang DPI bei europäischen Internetprovidern zum Einsatz kommt, ist bisher nicht bekannt.
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