Privatfirmen erhielten Zugriff auf DNA-Datenbank

Wie der britische Daily Telegraph vorgestern berichtete, sei privaten Unternehmen seit 1999 25 mal der Zugriff auf die staatliche DNA-Datenbank gewährt worden. Die Firmen hätten nur anonymisierte Datensätze erhalten und dafür 30 bis 50 Pfund bezahlt. Durch ein Informationsgesuch des liberalen Demokraten Jenny Willott sind Dokumente an die betreffenden Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt. Willot kritisiert neben der Herausgabe an sich, dass die Betroffenen in keinem Fall informiert oder gefragt worden.

In der Datenbank liegen 4.2 Millionen Erbgutprofile im Allgemeinen von Kriminellen oder ehemaligen Verdächtigen. Profile von Unschuldigen werden dabei selten gelöscht. Und eine Million Personen, deren Datensätze gespeichert worden, sind niemals angeklagt worden. Zudem sind über 15% der Einträge fehlerhaft oder gänzlich falsch.

 Autor: Peter Ulber
 Veröffentlichung: 27. Juli 2008
 Kategorie: Nachricht
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